Geheiratet wurde im LVR-Freilichtmuseum Lindlar, und zwar frei. Der Trauort war nicht der große Museumsplatz, sondern ein kleiner Hinterhof eines der vielen Gebäude auf dem Gelände. Im Hof stand ein schön geschmückter Traubogen, davor Bänke für die Gäste. Das Besondere hier: Getraut wurden die beiden nicht von einem professionell gebuchten Trauredner, sondern von einem engen Freund. Diese besondere Konstellation spürte man in der Stimmung von Anfang an.
Auf das heiße Wetter war die Feier bestens vorbereitet: Pavillons spendeten Schatten, überall standen Sonnenschirme, und niemand musste in der prallen Sonne sitzen. Für ausreichend Kaltgetränke war ebenfalls gesorgt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet an so einem Tag aber darüber, ob die Gäste die Zeremonie genießen können oder sie nur überstehen und darauf warten, bis sie wieder im Schatten sitzen können.
Noch vor allem anderen stand ein kleiner First Look an – allerdings nicht der übliche zwischen dem Brautpaar, sondern zwischen Kimberley und ihrem Vater. Ein Moment abseits der Gäste, ohne Publikum. Ein ganz besonderer Augenblick.
Bei der Trauung selbst haben sich die beiden jeweils ein eigenes Eheversprechen vorgelesen. Es waren kurze Texte, aber es waren ihre eigenen, und das rührt mehr als jede vorformulierte Passage. Am Ende musste nicht nur das Brautpaar, sondern auch der Trauredner selbst eine Träne verdrücken – wer als Freund vorne steht, hat es in dem Moment schwerer als ein Profi.
Im Anschluss wurde kräftig gratuliert. Besonders schön war das mit den Großeltern, und solche Begegnungen sind erfahrungsgemäß die Bilder, die später am längsten angeschaut werden. Dann kam die Torte, angeschnitten und gegenseitig gefüttert, wie es sein soll.
Für das Paarshooting sind wir in den riesigen Garten der Location gegangen. Ein Freilichtmuseum hat vor allem viel Grünfläche, man muss also nirgendwohin fahren und verliert keine Zeit.
Liebe Kimberley, lieber Julian, danke, dass ich Teil eures besonderen Tages sein durfte.