Ich erinnere mich noch genau an den ruhigen Moment vor dem First Look im Park. Um kurz nach 8 Uhr habe ich mit Julian auf Lea gewartet. Die beiden hatten sich jeweils einen Brief geschrieben. Kurz vor Leas Eintreffen hat Julian seinen gelesen. Persönliche Worte, nur für ihn. Lea hatte ihren eigenen Brief von Julian, ebenso emotional.
Die standesamtliche Trauung fand im Trauzimmer im Torhaus der Burg Wissem statt, eine der schönsten Standesamt-Locations in Troisdorf und im Rhein-Sieg-Kreis. Die Räume sind großzügig, modern eingerichtet und passten perfekt zum Stil der beiden: modern, ein bisschen Boho, locker. Keine steife Zeremonie, sondern echte Freude. Lea wischt sich auf einem der Bilder eine Freudenträne weg, Julian lacht mit seinen Freunden. Beides im Abstand weniger Minuten.
Nach dem Ja-Wort wurden Lea und Julian von ihren Gästen durch den Torbogen der Burg empfangen. Im Park rund um die Burg habe ich auch das First-Look-Shooting in den frühen Morgenstunden gemacht: auf der kleinen Brücke, mit tief stehender Sonne und einem Licht, das ich mir nicht hätte besser bestellen können. Beim zweiten Shooting später am Tag war dann auch der Hund der beiden dabei.
Der Sektempfang wurde kulinarisch von maimaldrei und ihrer WandelBar „Mine“ begleitet, einer Piaggio Ape, umgebaut zur mobilen Bar. Solche Details machen für mich als Hochzeitsfotograf den Unterschied: ungewöhnliche Locations, ungewöhnliche Konzepte, ungewöhnliche Bilder.
Gefeiert wurde anschließend im Restaurant SCHNEIDERS junior in Troisdorf. Tolle Atmosphäre, hervorragendes Essen und vor allem sehr emotionale Reden, besonders die der Väter sind mir im Kopf geblieben. Die Freunde hatten sich außerdem die ein oder andere Überraschung einfallen lassen, die für viel Gelächter und ein paar feuchte Augen gesorgt haben.
Bei der Feier gab es eine besondere Geste: eine Gedenkecke am Eingang. Ein leiser Moment für die, die an diesem Tag nicht mehr dabei sein konnten. So etwas erzählt viel über ein Paar, ohne viele Worte zu brauchen.
Lea und Julian, euer Tag war einer dieser Tage, an denen ich als Hochzeitsfotograf ehrlich gesagt nicht weiß, welches Bild ich am schönsten finden soll. Danke, dass ich dabei sein durfte.